37. Hervestkonferenz – Protokoll ist online

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(Download von Protokoll und Anlagen als pdf-Dateien hier)

Protokoll
37. Hervestkonferenz
am Mittwoch, 10. November 2021 von 17 bis 19 Uhr
in der Kirche im Bahnhof
TeilnehmerInnen: 39

Top 1: Begrüßung
Herr Holz begrüßt die Anwesenden in der Kirche im Bahnhof, insbesondere Herrn Jens Vogel als Hausherrn und die Vertreter*innen der Stadt mit Herrn Bürgermeister Stockhoff zur zweiten Hervestkonferenz nach dem Lockdown. Er übergibt an Herrn Vogel. Herr Vogel stellt seine Kollegin Barbro Ström vor. Er freut sich, die Teilnehmer*innen in der Kirche im Bahnhof begrüßen zu dürfen. Die Kirche im Bahnhof ist eine evangelische Freikirche. Das Gebäude ist der ehemalige Bahnhof in Dorsten-Hervest, der mit Spendenmitteln erworben und umgebaut wurde. Herr Vogel wünscht eine erfolgreiche Konferenz.

Top 2: Anträge Bürgerbudget
Herr Holz bedankt sich bei Herrn Vogel und kommt zu den Anträgen aus dem Bürgerbudget. Er übergibt an Herrn Schute (Vorsitzender des Vereins für Bergbau- Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V.) Herr Schute berichtet über den sogenannten Schröderbrunnen auf dem Brunnenplatz in Hervest und über die erfolgreiche Inbetriebnahme des Brunnens, der im Oktober 2021 abgeschaltet wurde. Der nächste Saisonstart für den Brunnen ist der 27. März 2022. Bis dahin soll die gesamte Brunnentechnik überholt und fehlende Steine in der Umrandung ersetzt werden. Dazu werden 5400,- Euro benötigt. Der Eigenanteil des Bergbauvereins beträgt 1400,- Euro. Bereits in der letzten Hervestkonferenz am 7. Juli 2021 war dem Bergbauverein eine weitere Förderung in Aussicht gestellt worden. Herr Holz kommt zur Abstimmung des Plenums. Der Förderung von 4000,- Euro wird per Akklamation einstimmig zugestimmt. Herr Schute bedankt sich bei den Anwesenden und erklärt, dass der Brunnen nicht mehr nur ein Projekt des Bergbauvereins, sondern längst ein Stadtteilprojekt unter Federführung des Bergbauvereins ist.
Herr Holz bedankt sich bei dem Vortragenden und übergibt an Frau Berendsen aus dem Marienviertel.
Im Marienviertel wurde in der Vergangenheit das Aufstellen einer Telefonzelle gefördert, in der Bücher getauscht und ausgeliehen werden können. Frau Berendsen berichtet, dass die Aktion erfolgreich angenommen wird und dass eine Sitzgelegenheit vor der Telefonzelle wünschenswert sei. In unmittelbarer Nähe einer Bäckerei würden sich Möglichkeiten für einen Kaffee und Gespräche ergeben. Der Betrag von 950.- Euro wird für die Anschaffung einer Bank benötigt. Die Bank wird diebstahlsicher verankert. Der Eigenanteil beträgt 237,50 Euro. Das Plenum stimmt der Förderung von 712,50 Euro mit einer Enthaltung zu. Herr Holz bedankt bei den Antragstellern und kommt zum nächsten Punkt der Tagesordnung.

Top 3. Das Jüdische Museum -eine Institution von, mit und für Dorsten
Herr Holz begrüßt Frau Dr. Kathrin Pieren. Frau Dr. Pieren ist seit dem 1. Juli 2020 neue Leiterin des Jüdischen Museums in Dorsten. Sie befragt das anwesende Publikum, wer denn schon im Jüdischen Museum gewesen ist. Das ist nahezu bei allen Anwesenden der Fall. Das Jüdische Museum Westfalen wurde am 28. Juni 1992 im Beisein des Ministerpräsidenten Johannes Rau, des israelischen Botschafters Benjamin Navon und des Regierungspräsidenten Erwin Schleberger, eröffnet. Frau Dr. Pieren beschreibt die heutige Situation des Museums und die verschiedenen ausgestellten Themen und Exponate. So können auch Familien mit Kindern den Holocaust ohne schreckliche Bilder erleben und so einen Einblick in das jüdische Leben in NRW bekommen. Es gibt Dauer- und Sonderausstellungen, Workshops, Werke von Tisa, Zeitgeschichte, Workshops für Schulen, Zoom Angebote, Theater, Musik der 1920er Jahre, etc. Das Jüdische Museum hat Angebote über Facebook und Instagram, kooperiert mit der Stadt Dorsten und begleitet die Frauenkulturtage. Der Ausstellungsbereich bringt den Besuchern Synagoge, Thora, Talmud, Speiseregeln, jüdische Feste, Schrift und Sprache näher. (im Anhang, Vortrag Dr. Pieren) Frau Dr. Pieren könnte sich auch die Hervestkonferenz in Räumlichkeiten des Museums vorstellen. Herr Holz merkt die besondere Beziehung unseres Stadtteils zum Jüdischen Museum an, so hat im Jahre 2000 Paul Spiegel, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, die 80- Jahrfeier der Gemeinde St.Josef in Hervest begleitet. Herr Holz bedankt sich bei Frau Dr. Pieren und übergibt an Herrn Steuer.
Link zur Präsentation des Jüdischen Museums Westfalen

Top 4: Stadtdialog: Rückblick auf die „Woche des Grundgesetzes“
Herr Steuer berichtet über die Woche des Grundgesetzes in Dorsten, die vom 24. September bis zum 3. Oktober 2021 stattgefunden hat. In Dorsten drehte sich in dieser Woche alles um das Grundgesetz. Zentrale Anlaufstelle für Aktionen, Treffen und Gespräche war der Grundgesetz-Laden in der Passage des Franziskanerklosters. Zahlreiche Dorstener Vereine, Gruppen, Schulklassen und Institutionen haben sich eingebracht. Es gab Lesungen, Konzerte, Vorträge und Aktionen. Die Beiträge der Hervestkonferenz waren in dem genannten Zeitraum, jeden Tag ein Statement eines Mitglieds der Hervestkonferenz zu einem Artikel des Grundgesetzes ins Netz zu stellen, die Hervester Zechenbahnbrücke mit einer Plakataktion zu Respekt und Menschenwürde, nach einer Idee von Herrn Stockhoff in der letzten Hervestkonferenz, zu gestalten. Bereits am Freitag dem 24. September hielt Jens Vogel einen Vortrag über den Einfluss der christlichen Werte bei der Findung des Grundgesetzes. Alle Beteiligten wollen im nächsten Jahr eine solche Aktion wiederholen. Herr Holz bedankt sich bei Herrn Steuer und übergibt an Frau Matschinski.

Top 5: Der Integrationsrat stellt seine Arbeit vor
Frau Matschinski, stellvertretende Vorsitzende des Dorstener Integrationsrates, stellt die Aufgaben des Integrationsrates vor. Herr Al-Hareezi, Vorsitzender des Integrationsrates, ist aus beruflichen Gründen verhindert. Migranten sollen künftig in Dorsten eine stärkere politische Stimme bekommen. Anlass für die Gründung des Integrationsrates ist eine Passage der Gemeindeordnung. Darin steht, dass Städte, in denen mindestens 5000 ausländische Einwohner ihren Sitz haben, entweder einen Integrationsrat oder einen Integrationsausschuss bilden müssen.
Als kommunales Fachgremium für integrationspolitische Fragen befasst sich der Integrationsrat mit Angelegenheiten der Stadt Dorsten. Der Integrationsrat ist nicht auf integrationsspezifische Belange beschränkt, sondern kann sich auch und uneingeschränkt mit anderen Aspekten innerhalb gemeindlicher Zuständigkeiten auseinandersetzen. Gemäß Gemeindeordnung NRW hat der Integrationsrat einen Anspruch darauf, dass auf seinen Antrag eine von ihm formulierte Anregung oder Stellungnahme dem Rat, einer Bezirksvertretung oder einem Ausschuss vorgelegt wird. Der Dorstener Integrationsrat besteht aus 13 stimmberechtigten Mitgliedern von denen 8 direkt gewählt und 5 vom Stadtrat delegiert wurden. Am 13. April 2021 hat der Integrationsrat seine Arbeit offiziell aufgenommen. Ein Flyer ist in Arbeit, der die Arbeit des neuen Integrationsrates vorstellt. Herr Holz bedankt sich bei Frau Matschinski und kommt zum Tagesordnungspunkt 6.

Top 6. Bericht Arbeitsgruppe „Geschichtsstation an der Zechenbahnbrücke“
Herr Holz berichtet über die Arbeitsgruppe zur Geschichtsstation an der Zechenbahnbrücke. Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus: Dr. Ulfkotte, Herrn Schute, Herrn Wissing, Herrn Machatschke, Herrn Steuer und Herrn Holz. Beim ersten Treffen im Heimathaus Hervest war man trotz anfänglicher Skepsis guter Dinge, genügend Daten und Fakten zur Hervester Zechenbahnbrücke zusammentragen zu können. Die Einweihung der Geschichtsstation sei für September 2022 geplant. Herr Wissing von der Bürgerrunde Feldmark berichtet seine Recherche. Der Kenner des Stadtteils Hervest kommt gemeinsam mit Herrn Dr. Ulfkotte zu dem Ergebnis, dass die Datenqualität und -menge nicht für eine Geschichtsstation ausreicht. Herr Stockhoff merkt an, dass es im Dorstener Stadtgebiet ca. 40 Geschichtsstationen gibt, die mit weltpolitischen Ereignissen verknüpft sind. Herr Wissing macht den Vorschlag, mit den vorhandenen Daten zwei Standpunkttafeln an beiden Brückenseiten aufzustellen, um so den Wandel der Brücke zu würdigen. Aus dem Plenum kommen noch eine Reihe von Anregungen. Der Vorschlag für zwei Tafeln wird in der Bürgerrunde Feldmark und der Hervestkonferenz weiterverfolgt. Herr Holz bedankt sich für die Beiträge und kommt zum nächsten Tagesordnungspunkt.

Top 7. Beiträge von Teilnehmern
Herr Steuer berichtet über ein Ferienprojekt in Hervest. Gemeinsam mit der Gemeinde St. Paulus, der Mobilen Jugendhilfe Hervest, der Mr. Trucker Kinderhilfe, dem Leo, der Kirche im Bahnhof, den Lebensfreunden und dem Ellerbruchteam, hat ein zweitägiger Ferienspaß für Kinder (von 5-12 Jahren) stattgefunden. Mit einer Fahrradtour durch den Hervester Bruch, einem Zauberer am Kanal und einem Eis im Ellerbruchpark haben die Kinder einen herrlichen Tag verbracht. Nach einem Tag Pause ging es dann in den Frankenhof. Alle Kinder waren getestet und die Begleitpersonen waren geimpft und getestet. Im Frankenhof wurde gegrillt und gespielt. Eine tolle Aktion!
Herr Dammann vom Seniorenbeirat berichtet über die alten und neuen Aktivitäten des Seniorenbeirats der Stadt Dorsten. Es gibt nach der letzten Wahl drei neue Mitglieder. Um den Bekanntheitsgrad des Seniorenbeirats zu erhöhen, werden neue Arbeitskreise gebildet und vorhandene Projekte ausgeweitet. So kann die Taschengeldbörse auch von jüngeren Menschen in Anspruch genommen werden und die Seniorenbegleitung wird verstärkt. Es gibt eine technische Unterstützung für ältere Bürger*innen im Stadtteil. (bei PC oder Fernseher etc.) Herr Dammann weist auf den Abend der Vereine der Bürgerrunde Feldmark hin und schlägt eine solche Veranstaltung für die Hervestkonferenz vor.
Herr Matthias Schwandt (rebeq gGmbH) stellt das Projekt der Dorstener Arbeit „Come On“ vor. Gemeinsam mit zwei weiteren Kolleginnen begleitet er Jugendliche zurück in ein geregeltes Leben. Come On richtet sich an Jugendliche mit Unterstützungsbedarf, die bisher noch an kein Hilfesystem angebunden sind. Gemeinsam mit den Jugendlichen sollen passende Lösungen gefunden werden. Im Dorstener Stadtgebiet sind ca. 200 Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren betroffen. Die Hervestkonferenz wünscht Herrn Schwandt mit seinem Team viel Erfolg.
Herr Holz berichtet über den 29. Weihnachtsmarkt der Mr.Trucker Kinderhilfe. Er findet voraussichtlich unter 3 G Bedingungen am Leo statt. Das eingezäunte Gelände wird von einem Sicherheitsdienst kontrolliert. Das Café im Leo kann nicht genutzt werden. Es gibt wieder eine Tombola mit tollen Preisen (1. Preis ein Auto). Unterstützt wird die Mr. Trucker Kinderhilfe von der Dorstener Arbeit und von dem Team des Leo.
Herr Kaczikowski berichtet über ein geplantes gemeinsames Projekt der Gemeinde St. Paulus, der Kirche im Bahnhof, der Mobilen Jugendhilfe Hervest, der Mr.Trucker Kinderhilfe und dem Ellerbruchteam. Gefördert aus dem Programm 2000×1000 Euro des Landes NRW werden an 2 Tagen 20 Familien am 22./23. Dezember beköstigt und zu einem Zirkusbesuch eingeladen. Der genaue Ablauf wird noch mitgeteilt.
Die Gemeinde St. Paulus hat in Hervest an 6 verschiedenen Stellen einen digitalen Adventskalender mit einem QR-Code verteilt. An jedem Adventssonntag und zu Neujahr werden dort Engel erscheinen. Die genauen Orte sind auf dem ausgelegtem und verteiltem Flyer vermerkt. (siehe auch Homepage St. Paulus)
Herr Sell weist auf eine Veranstaltung der Initiative Zukunft Marienviertel am 2. Dezember um 19.00 Uhr im Caritas Bildungsseminar hin (Quartierskonferenz).

Top 8: Koordinierungsteam der Hervestkonferenz
Herr Holz blickt auf die letzten 6 Jahre, die das Koordinierungsteam der Hervestkonferenz die Veranstaltungen vorbereitet hat, zurück. Bisher waren im Team Maria Hoffrogge, Jürgen Kimpel von Viva West (Vertreterin Frau Punsmann), Dr. Werner Duismann, Dietmar Steuer und Norbert Holz. Wie bereits in der letzten Hervestkonferenz angekündigt stehen im Team Veränderungen an. Maria Hoffrogge scheidet aus beruflichen Gründen aus, für Maria
Hoffrogge soll Jens Vogel nachrücken, zudem soll das Team durch Winfried Dammann erweitert werden. Dr. Duismann, Jürgen Kimpel, Dietmar Steuer und Norbert Holz bleiben im Team. Herr Holz fragt die Anwesenden nach Änderungswünschen. Mit großer Zustimmung wird das neue Koordinierungsteam bestätigt. Herr Holz verspricht im Namen des Teams, die Hervestkonferenz lebendig zu halten. Herr Rommeswinkel dankt dem Team im Namen der Anwesenden für die geleistete Arbeit im Stadtteil.

Top 9. Verschiedenes
Herr Holz verkündet die nächsten Termine der Hervestkonferenz:
Mittwoch, 2. März 2022, 17.00 Uhr
Mittwoch, 8. Juni 2022, 17.00 Uhr
Mittwoch, 2. Nov. 2022 17.00 Uhr
Die Veranstaltungsorte werden in der Einladung genannt.

Herr Holz weist darauf hin, dass noch Geld im Bürgerbudget ist und bedauert, dass ein Antrag nicht mehr gestellt werden konnte. Herr Stockhoff erklärt, dass die Anträge nicht nur formal gestellt werden können, sondern bei Bedarf auch unkonventionelle Methoden Erfolg haben können. Herr Holz fordert Herrn Chlebna von den Lebensfreunden auf, seinen Antrag mündlich vorzutragen. Herr Chlebna erläutert seinen Antrag. So benötigt er für die Selbsthilfegruppen 501,00 Euro für Ausstattung und Arbeitsmaterial. Der Eigenanteil beträgt 125,25 Euro. Die Fördersumme beläuft sich auf 375,75 Euro. Der Antrag wird vom Plenum einstimmig angenommen. Herr Holz bedankt sich bei den Anwesenden und insbesondere bei Herrn Stockhoff für die Unterstützung und beendet die 37. Hervestkonferenz.

Dorsten, 17. November 2021
Dietmar Steuer, Protokollführer

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